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Wenn Worte Welten formen

Thomas Peter Küper
Am Anfang war das Wort,
ein tönendes Sein,
es formte die Welten,
es sprach sie hinein.
Aus Stille geboren,
von Flammen durchdrungen,
in Zeilen geflossen,
in Herzen gesungen.
Worte können heilen,
Worte können verletzen,
sie können befreien,
können Grenzen setzen.
Sprich nicht aus Zorn,
sprich nicht aus Gier,
denn jedes Echo
kehrt zurück zu dir.
Ein jedes Wort,
ein Funke, der entfacht,
ein Kreislauf,
der sich selbst bewacht.
Sprich mit Klarheit,
mit strahlendem Geist,
Denn Worte formen,
was die Zeit vereist.
Doch schweige,
wo Wahrheit nicht tragen kann,
sonst zieht einen das Unheil
in seinen Bann.
Manche Wahrheiten
wandeln sich leise,
sie blühen in Stille,
auf sanfte Weise.
Im Lied der Wellen,
im Tanz eines Blatts,
dort ruht die Wahrheit,
dem, der sie erfasst.
Nicht jede Stimme,
die dröhnt, trägt Gewicht,
doch in leisen Tönen
erwacht das echte Licht.