Kurzteaser

Mit vierzehn kauft Emily einen Rucksack. Türkis mit neongrünen Streifen.

Mit neunzehn sitzt sie an einer Bushaltestelle. Der Rucksack zwischen den Füßen.

Dazwischen: fünf Jahre. Immer weniger Worte.

Der Roman

Emily ist vierzehn, als sie das erste Mal trinkt. Nicht weil sie will. Weil es leichter macht, gesehen zu werden.

DOWNSIZE folgt Emily über fünf Jahre — von der ersten Party bis zur Bushaltestelle im November. Von bunt nach grau nach schwarz. Und die Sprache folgt ihr.

Die Sätze fließen am Anfang noch. Farben, Wärme, das Prickeln von Cola auf einer Hausparty. Dann brechen sie ab. Dann sind es nur noch Fragmente — Bilder, Hände ohne Gesichter. Was Emily nicht mehr benennen kann, benennt der Roman auch nicht.

Kein Erzähler, der warnt. Kein Urteil. Nur das, was Emilys Körper wahrnimmt — und das, was er nicht mehr wahrnimmt.

Am Ende: eine Bushaltestelle. Ein Bruder. Ein Bus, der fährt.

Kein Happy End. Aber ein Funken.

Musik zum Roman

Soft Divergence — Edge of the Light · Driving Pop/Rock in D-Moll · Thomas Peter Küper

People move like they were born here,
every step is already known.

I'm on the edge of the light — at the edge of the light
not gone, only just out of sight — only just outside
watching the whole room plays too bright,
I'm on the edge of the light …

„Ein Roman über Unsichtbarkeit — geschrieben in einer Sprache, die selbst kleiner wird.”