Ein Haus. Sieben Menschen. Eine stille Tragödie.

Die Bewohner

Priya

Einst reparierte sie in Bangalore Herzen. In Deutschland ist sie eine Kardiologie-Technikerin, die zu leise ist, um gehört zu werden.

Dmitri

Der russische Musiker, der jetzt im Keller Uniformen sortiert und Pakete ausliefert, während seine Geige verstummt.

Ahmed

Unter dem Dach bezahlt er die höchste Miete für die größte Einsamkeit, fernab seiner ägyptischen Heimat.

Klaus

Der 68er-Idealist, der gegen seine eigene Überforderung kämpft und versucht, die Scherben der Solidarität zu halten.

Spuren, die bleiben

Priya wird immer stiller, immer unsichtbarer – bis nur noch ihr Parfüm bleibt, das durch die Flure weht wie ein letzter verzweifelter Hilferuf. Ihre Geschichte ist ein Spiegel für das vielschichtige Spektrum der Migration zwischen Erfolg und Verzweiflung.

Der Roman beleuchtet den Klassismus, der selbst unter Migranten wirkt, und Familien, deren Liebe zur unerträglichen Last wird. Es ist ein Buch über die Tragödien, die niemand sehen will, aber die Spuren hinterlassen.

„Wahre Solidarität besteht nicht darin, andere zu retten – sondern einfach da zu sein, wenn sie fallen.“

Atmosphärisch, sinnlich und zutiefst menschlich. Ein Blick hinter die Fassaden unserer Städte.