Heimat aus Staub
Drei Frauen auf der Flucht aus dem Sudetenland 1945. Ein Weg durch die Kälte, ein Schweigen über Jahrzehnte und die Bruchstücke einer Geschichte, die endlich neu erzählt werden will.Eine Geschichte vom Überleben und vom Schweigen
Die Geschichte
Heimat aus Staub erzählt die Geschichte dreier Frauen auf der Flucht: Eine junge Mutter, ihre Schwester, ein Kleinkind – vertrieben aus ihrer Heimat im Herbst 1945. Was folgt, sind Jahre in Durchgangslagern, der mühsame Neuanfang im zerbombten Frankfurt und das bleierne Schweigen über das Erlebte.
Das Buch fasst in Sprache, was über drei Generationen unausgesprochen blieb. Es zeigt, wie transgenerationales Trauma nicht erklärt werden muss, um spürbar zu werden. Wie es genügt, zuzuhören – den Gesten, den Pausen und den Fragmenten der Erinnerung.
Die Geste
Ein Kopftuch, das alles verbirgt. Ein Halstuch, das zur zweiten Haut wird.
Die SpurRosen und Tulpen auf vergilbten Fotografien. Die Farbe einer Welt, die es nicht mehr gibt.
Der AnkerEin rostiger Löffel als Zeuge der Entbehrung. Die Schwere unausgesprochener Worte.
"Trauma muss nicht erklärt werden, um spürbar zu werden. Es genügt, den Rissen im Schweigen zuzuhören."
Ein Buch für die Frauen, deren Geschichten nur in Fetzen überlebt haben.
Ein literarisches Denkmal
Entstanden aus jahrelangem Beobachten und empathischem Nachspüren, gibt dieser Roman jenen eine Stimme, die gelernt hatten, dass ihre Geschichte keinen Platz in der neuen Welt hatte. Es ist ein Plädoyer für die Heilung durch Aufmerksamkeit und für den Mut, die Bruchstücke endlich neu zusammenzusetzen.