Wo beginnt Präsenz – und wo endet sie?

Die Story

Dann sieht sie die Anzeige: Leonard Tiefensand, ein reclusiver Autor, sucht jemanden, der seine Gedanken über Isolation visuell erfahrbar macht. Pauline antwortet. Nicht aus Neugier, sondern weil die Worte des Fremden etwas in ihr ansprechen, das sie selbst nie ausdrücken konnte.

Was folgt, ist eine Ko-Kreation über Monate: asynchrone E-Mails, geteilte Blender-Dateien, Gedanken, die sich zwischen Kreuzberg und Prenzlauer Berg bewegen, ohne dass sich ihre Urheber je begegnen. Leonard schreibt über das, was Pauline visualisiert. Pauline erschafft Bilder zu dem, was Leonard beschreibt. Und langsam entsteht nicht nur ein Buch – sondern eine Beziehung, die keine physische Nähe braucht, um real zu sein.

„Kann man anwesend sein, ohne anwesend zu sein?“

Eine Untersuchung über die Orte, an denen wir wirklich sind.

Zwei Pole einer Isolation

Pauline (27)

VFX-Designerin. Expertin für Lichtfall und digitale Geometrie. Ihre Wohnung ist kein Gefängnis, sondern ein austariertes System der Sicherheit.

Leonard (44)

Autor. Er schreibt über das Alleinsein, um es zu verstehen, und findet in Paulines Bildern die Architektur seiner eigenen Stille.

SCHWELLENWELTEN ist ein Roman über Verbindung in einer Welt, in der Bildschirme nicht trennen, sondern ermöglichen. Über die Frage, wo Präsenz entsteht – und darüber, dass Transformation nicht bedeutet, Grenzen zu überschreiten, sondern zu verstehen, dass Grenzen Schwellen sind.