Zereya: Biogenesis — Band 1
Was, wenn dein Körper sich an Schmerz erinnert, den du nie erlebt hast? Auf einer Industriebrache nahe Frankfurt lebt ein Mann, dessen Blut nicht vergessen kann. Ein Roman über die Biochemie des Vertrauens, die Epigenetik kollektiver Gewalt und die Frage, ob Heilung dort beginnt, wo Wissenschaft aufhört.BIOGENESIS. Dein Körper ist kein Gefängnis. Er ist ein Archiv.
Die Geschichte
Raziel ist ein Überlebender ohne Sprache für das, was er überlebt hat. Seit er die Al-Haq verlassen hat, lebt er isoliert, geplagt von PTSD, chronischem Schlafmangel und Panikzuständen. Seine Hormonwerte sind pathologisch konstant — als hätte sein Körper die Vergangenheit in Cortisol eingemauert.
Die indisch-deutsche Bioingenieurin Tanvi Deshpande erkennt in seinen Zellproben ein Muster, das es nicht geben dürfte. Doch als sie ihre Analyse beginnt, reagiert ein Artefakt aus ihrer Familiengeschichte — eine Dwarka-Perle — spontan auf Raziels Nähe. Was als wissenschaftliche Anomalie beginnt, entfaltet sich als Spur in ein vergessenes Wissen: Hormone sind nicht nur Botenstoffe. Sie sind Speicher. Sprache. Erinnerung — auch an Leben, die nicht das eigene waren.
Die Figuren
Gemeinsam mit dem Quantenmediziner Prof. Dr. Niklas Delling, seinem zweifelnden Schüler Dr. Jonas Greiff, der Heilpraktikerin Freya Stern und einer obdachlosen Romni-Teenagerin namens Rada, die als lebende Antenne kollektiver Felder fungiert, stößt Tanvi auf eine geheime Cryo-Kammer mit archivierten Hormonresten — emotionale Zustände, konserviert in Blutmustern, die beim Erwärmen Flashbacks aus fremden Leben auslösen.
Der Konflikt
Doch was als Durchbruch der interpersonalen Neurobiologie beginnt, weckt gefährliche Interessen. Ein Pharma-Konsortium will die Technologie patentieren, Raziel wird erpresst, und Delling muss sich vor einem Ethikrat verantworten. Die Frage ist nicht mehr, ob der menschliche Körper ein Resonanzfeld ist — sondern wem dieses Feld gehört.
Themen & Resonanz
BIOGENESIS verbindet neurochemische Präzision mit symbolischer Tiefe. Ein Roman über die Biochemie des Vertrauens, die Epigenetik kollektiver Gewalt und die Frage, ob Heilung dort beginnt, wo Wissenschaft aufhört — oder genau dort, wo sie endlich den Mut hat, dem Körper zuzuhören.
Ein Parallelwerk zur Zereya-Saga, das die mythischen Elemente des Baumeister-Universums in die Gegenwart holt — nach Frankfurt, in ein Labor, auf eine Industriebrache, wo Wissenschaft und Ritual sich berühren.