Bücher Welten Grundlagen Kontrakomologie Texte Über mich
Philosophie · Das Ganze im Werden

Omnizedenz

Das Ganze ist vollständig, aber nicht fertig. Was in seinen Teilen geschieht, geschieht dem Ganzen.

Zur Omnizedenz-Website ↗
Was ist Omnizedenz? Omnizedenz verbindet omni — alles, das Ganze — mit Zedenz, einer bewussten Wortbildung aus Transzendenz ohne trans-. Sie bezeichnet das Ganze nicht als etwas jenseits der Welt, sondern als das, was sich in allem Wirklichen vollzieht und mit ihm wird. Die Philosophie ist kein abgeschlossenes System; ihre eigene Entwicklung bleibt sichtbar.

Der Ursprung ist gegenwärtig

Der Ursprung ist kein vergangener Zustand, zu dem die Wirklichkeit irgendwann zurückkehrt. Er ist das Ganze im Werden. Entfaltung verlässt diesen Ursprung nicht. Sie verändert ihn.

Damit fällt die ältere Vorstellung eines ewigen Kreises von Entfaltung und Rückkehr weg. Das Ganze wird nicht größer, als könnte ihm etwas von außen hinzugefügt werden. Es wird durch die Geschichte seiner Teile anders.

Vier tragende Sätze

I

Ganzes

Das Ganze ist vollständig, aber nicht fertig.

II

Differenz

Nicht die Differenz ist Illusion, sondern die Selbständigkeit des Getrennten.

III

Werden

Notwendig ist das Werden. Offen ist seine Gestalt.

Was im Teil geschieht, geschieht dem Ganzen.

Die Teile sind wirklich unterschieden, aber nicht ontologisch unabhängig. Ihre Geschichte bleibt deshalb nicht äußerlich für das Ganze.

Spiel und Spielraum

Freiheit bedeutet in der Omnizedenz weder Grenzenlosigkeit noch einen Ausstieg aus dem Werden. Spiel ist Freiheit innerhalb wirklicher Bedingungen. Spielraum ist die Möglichkeit, anders weiterzugehen.

Daraus entwickelt sich auch die Ethik weiter. Resonanz bleibt wichtig als Weise des Wahrnehmens: Sie hilft zu erkennen, was eine Handlung in Beziehungen auslöst. Das ethische Kriterium ist aber nicht bloße Stimmigkeit. Entscheidend ist, wie eine Handlung eigenen und fremden Spielraum eröffnet, erhält oder unnötig verengt.

Bewusstsein, Feld und Resonanz

Die ältere Sprache der Omnizedenz beschreibt Wirklichkeit als bewusstes Feld und versteht Bewusstsein nicht als bloßes Nebenprodukt von Materie. Dieser Gedanke bleibt Teil des Systems, wird aber neu geprüft: Was kann „Bewusstsein“ bedeuten, bevor Subjekt und Objekt voneinander unterschieden sind?

Feld und Resonanz sind deshalb keine naturwissenschaftlichen Beweise für die Omnizedenz. Physikalische, religiöse und philosophische Parallelen werden als Resonanzen behandelt. Quelle, etablierte Deutung und neue Interpretation müssen auseinandergehalten werden.

Das Symbolsystem

Für die Omnizedenz-Konzepte ist ein Satz von Symbolen entstanden. Er dient als verdichtete Sprache für Zustände und Beziehungen und gehört zur Entwicklungsgeschichte des Systems. Die Symbolik wird mit dem neuen ontologischen Stand weiter überprüft.

∅AviFruchtbare Leere
⇌ResoResonanz
⊕KoraIntegration
∇VyaWerden

Verbindungen

Omnizedenz steht im KUEPER-Ökosystem neben eigenständigen Projekten, mit denen sie sich berührt, ohne mit ihnen identisch zu sein.

AVI wird inzwischen als eigenständiges kosmologisches Forschungsmodell geführt und nicht mehr als Formalisierung der Omnizedenz dargestellt.

Aktueller Kanon auf der Omnizedenz-Website ↗